Ein Rollentausch mit Überraschungen

Quartier echo, Mittwoch, 3. März 2004
Ausgabe 8, Adrian Schulthess

Rolf Brunold spielt Hugo frisch, der den Job mit seiner Frau tauscht.

Rolf Brunold spielt Hugo frisch, der den Job mit seiner Frau tauscht.

Das neue Stück der Theatergruppe Friesenberg, «Schatz, ich bi da», hat am Samstag in einer Woche Premiere. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Noch laufen die Theaterproben auf Hochtouren: Letzte Details wollen noch geschliffen, die Dialoge abgestimmt werden, bis das Timing perfekt ist. Bei den Proben letzte Woche gab es aber wenig zu bemängeln, Regisseur Edi Huber war äusserst zufrieden mit seinen Darstellern: «Ich spreche nicht mehr von „Laienschauspielern“ – das sind Amateurschauspieler, die bemerkenswert viel Ziel und Energie in dieses Stück investieren», sagt Huber, der früher selbst hauptberuflich Schauspieler war.

Das Stück, das die Schauspieler proben, heisst «Schatz, ich bi da». Geschrieben wurde es von Jack Popplewell, Jeannette Zai übersetzte es vom Englischen in eine Dialektfassung. Bekannt wurde es vor mehreren Jahrzenten als «Mini Frau, de Chef» - Margrit Rainer und Ruedi Walter spielten es damals im Bernhardtheater, das Publikum war begeistert. «Das Stück ist kein Schwank, eher eine leise Komödie», sagt Edi Huber, «Türen werden keine zugeknallt, dafür muss man bei den Dialogen gut zuhören».

Die Geschichte des Fünfakters dreht sich um das seit 23 Jahren verheiratete Ehepaar Frieda und Hugo Frisch (gespielt von Judith Pauli und Rolf Brunold), das sich zwar gegenseitig noch «Schatz…!» zuruft, für die das Wort selbst aber längst die Bedeutung verloren hat. Weil beide unglücklich und erfolglos mit ihrem Alltag – sie im Haushalt, er im Geschäft – sind, beschliessen sie, die Rollen zu tauschen: Der Gatte steht am Herd, die Ehefrau versucht sich in der Rolle der Seifenfabrikantin. Tatsächlich finden beide jeweils Erfüllung in ihren neuen Aufgaben, aber wie es sich für eine gute Komödie gehört, erwartet die Zuschauer noch die eine oder andere Überraschung.

Die Proben für «Schatz, ich bi da» begannen im Oktober. An rund 40 Abenden standen die Friesenbergerinnen Friesenberger bisher auf der Bühne des Kirchgemeindehauses, hinter den Beleuchtungsreglern oder soufflierend am Bühnenrand.

Die Früchte ihrer Arbeit kann die Theatergruppe am Freitag in einer Woche ernten: Dann hat das Stück im Saal der reformierten Kirchgemeindehauses Friesenberg Vorpremiere. Die «offizielle» Premiere findet dann am Samstag statt, anschliessend wird es neun Mal «regulär» gespielt – und am Samstag, 3. April ist Derniere. Wie bei Vorpremiere und Premiere wird auch dann ein fröhlicher «Spaghettiplausch» zum Abend gehören, an den übrigen Daten ist die Bar der Theatergruppe vor und nach der Vorstellung geöffnet.

Bereits am letzten Montag hat der Vorverkauf begonnen. Billette lassen sich telefonisch oder im Internet reservieren, die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Theaterbeginn geöffnet. Die Vorstellungen – wie auch die Proben – finden im Saal des Kirchgemeindehauses an der Schweighofstrasse 239 in Friesenberg statt.

«Schatz, ich bin da»: Vorpremiere am 12., Premiere am 13. März, Vorstellungen am 17., 19., 20., 21., 24., 27., 31. März und 2. April, Derniere am 3. April. Vorpremiere 30 Franken, Premiere und Derniere 35 Franken, andere 15 Franken. Vorverkauf unter 01 462 07 80 zwischen 9 und 12 Uhr oder http://www.theatergruppe-friesenberg.ch.

Originalartikel