Reisebericht Theaterausflug 2025

Am Morgen des 6. September 2025 trafen sich 31 gutgelaunte, fröhliche Spieler, Spielerinnen, Helfer und Helferinnen zum traditionellen Ausflug. Punkt 8 Uhr fuhr Christoph von der Firma Ryffel los. Peter Kaufmann, unser Organisator, begrüsste uns herzlich. Natürlich wussten wir auch dieses Jahr nicht, wohin die Reise führte. Die Richtung war Autobahn Chur. Unser erster Halt war im Restaurant Schifffahrt in Mols, dort wurden uns Kaffee und Gipfeli serviert.

Bald gings weiter nach Sargans und Gonzen zum seit 1966 stillgelegten Erz-Bergwerk, das aber seit 1983 als Schaubergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Mit viel Herzblut von mehreren angefressenen Nostalgikern werden Führungen angeboten, um die finanziellen Kosten der Instandhaltung des alten ca. 90 km langen Stollens zu gewährleisten. Wir wurden mit Helmen ausgerüstet und durften mit der Bahn ca. 2 km den Stollen passieren. Nachher gings mit 167 Treppenstufen in die nächste Etage des Bergwerkes. Ein begeisterter junger Mann erzählte uns sehr lebhaft und interessant über den Werdegang des Abbauens mit Sprengungen und selbst hergestellten Bohrern, Wasserleitungen zum Kühlen und Röhren zum Belüften des Stollens. Abgebaut wurden Eisen, Manganerze, vor allem Hämatit, Magnetit und Hausmannit. Ungefähr 380 Arbeiter und Arbeiterinnen verdienten während dieser Zeit ihren Lebensunterhalt in diesem Bergwerk.

Nach der Besichtigung wurde uns im dort eigenen Restaurant das Mittagessen serviert. Wieder im Car wurden wir durchs schöne Bündnerland bis nach Maloja chauffiert.

Im Hotel Maloja-Palace bezogen wir unsere Zimmer und trafen uns später zu einer Besichtigung dieses Hotels, welches im Jahre 1882 bis 1884 vom Grafen Camille von Renesse gebaut wurde. Fünf Monate nach der Eröffnung musste Konkurs angemeldet werden, weil die Cholera ausgebrochen war. Später wechselten einige Male die Besitzer, bis es 2006 von einem italienischen Millionär gekauft und umfangreich renoviert wurde. Peter durfte die Führung selbst übernehmen. Die riesige Küche, welche in letzter Zeit nur von jüdischen Personen samt eigenem Personal für ca. einen Monat gemietet wurde, war beeindruckend. Einige der 20 Ess- und Ballsäle, Aufenthaltsräume, das Foyer und diverse andere Räume durften wir mit fachkundigen Erzählungen von Peter begutachten. Das Hotel wurde einst mit 350 Zimmern ausgestattet, im Moment sind ca. 150 Zimmer im heutigen Standard renoviert und angepasst worden, und das Hotel bietet nur noch Zimmer mit Frühstück an, ausser für Hochzeiten und diverse grössere Events.

Zum Apéro und Nachtessen begaben wir uns ins Restaurant Longhin. Das Wirtepaar öffnete eigens für uns und verwöhnte uns mit einem mega feinen Menü. Gut gelaunt und mit vollem Bauch marschierten wir zum Hotel zurück. Eine grosse Gruppe traf sich zum obligaten Werwölfe-Spiel, die restlichen spielten Skipo oder gingen schlafen.

Nach dem reichhaltigen Frühstück trafen wir uns zu einer kleinen Wanderung von ca. 45 Minuten. Eine Moor-Landschaft, welche unter Natur-Schutz steht, einige imposante, recht tiefe Wassermühlen konnten wir auf dieser Tour auch noch besichtigen.

Das nächste Ziel war der Turm von Maloja, welcher auch unter Heimatschutz steht, für die Öffentlichkeit aber gratis zur Besichtigung zugänglich ist. Die Aussicht von dort war phänomenal. Schon wurden wir im Hotel Schweizerhof zum Mittagessen geladen. Eine wunderbar arrangierte Bündnerfleischplatte füllte erneut unsere Mägen. Bald war es Zeit zur Weiterfahrt.

Von weitem konnten wir nebst der schönen Landschaft noch der 3D-Turm in Mulegns am Julierpass sehen. Er ist in dieser Art der höchste Turm der Welt und dient als Wahrzeichen der ehemaligen Zuckerbäcker der Region und soll das Aussterben dieses Dorfes stoppen. Zurzeit leben dort noch 14 Personen. Man sagt, der Eintritt koste 100 Franken!

Weiterfahrt nach Thusis, dort verabschiedeten wir uns von Susanne M. und weiter gings zu den Emser Werken. Dort wurden wir von zwei Damen empfangen, welche uns zum Emsorama führten und uns dort zum Tüfteln und Experimentieren animierten. Zuerst wurden wir aber von Magdalena Martullo-Blocher visuell begrüsst. Die uns bewilligte Stunde war im Flug vorbei und schon gings weiter Richtung Zürich. Es wurde eine lange Fahrt mit Staus, vor allem für unseren Chauffeur. Um ca. 19.30 Uhr kamen wir im Friesenberg an.

Es war wieder eine wunderbare Reise, bestens organisiert von unseren zwei neuen Malojanern.

Eure Reiseberichtschreiberin
Uschi

Reiseziel:
Bergwerk Gonzen, Maloja, Emser Werke

Datum:
6./7. September 2025

Organisation:
Peter KaufmannDoris Kaufmann

Bericht:
Uschi Häberli

Fotos:
Jörg Straube