Jahresbericht der Präsidentin zuhanden der ordentlichen GV vom 8. Mai 2026

Schon wieder ist ein grossartiges Vereinsjahr zu Ende und ich darf darüber berichten.

Sofern es mir als Mami zweier Kleinkinder möglich war, bin ich den Pflichten als Präsidentin mit Freude nachgegangen. Die Vorstandsarbeiten erledigten wir in vier Sitzungen.

Die Stücksuche war dieses Jahr einfacher als letztes Jahr. Es wurden wieder fleissig Stücke gelesen und bewertet. Das Stück „Arsène Lupin – und das Collier der Königin“ machte das Rennen. Das Stück stammt aus der Feder von Atréju Diener und wurde von Brigitte Schmidlin und ihrem Mann bearbeitet.

Die wohlverdiente Theaterreise anfangs September wurde von Peter und Doris super organisiert und führte uns ins Bergwerk Gonzen, nach Maloja und in die Emser Werke. Es war wie gewohnt ein wunderbares Wochenende, und ich möchte mich nochmals herzlich bei Doris und Peter dafür bedanken. Wer mehr darüber lesen möchte, findet den Reisebericht auf unserer tollen Website.

Der Auftakt zur Saison machte dieses Jahr die Leseprobe nach den Herbstferien. Bereits am nächsten Tag stand der Bühnen-Kickoff an. Bei diesem Treffen besprechen die Regie, Technik, Bühnenbau und Requisitenverantwortliche das ganze Drumherum. Am darauffolgenden Mittwoch starteten die 10 Spieler mit der ersten Probe. Wir durften gleich zwei neue Spieler bei uns begrüssen: Clemens Lützen und Thom Küng. Dieses Jahr konnte ich endlich auch wieder einmal mitspielen, und muss schon sagen, ich habe es vermisst. Regina Whiting und Trudi Vögeli bildeten wieder ein super Souffleusenteam. Brigitte Schmidlin konnten wir wieder als Regisseurin engagieren.

Der Spielerkurs fand wie gewohnt im November statt. Dieses Mal wurde er von Alex Truffer geleitet. Das Thema war „Innerer Monolog und Interpunktion“. Es war zum Teil eine Wiederholung, aber trotzdem lehrreich. Insgesamt waren es leider nur 5 Teilnehmer.

An der 17. TGF-Movie-Night schauten wir gemeinsam das Stück „D Alp-Traum-Villa“ aus dem Jahr 2005, in dem Atréju „Ati“ Diener im zarten Alter von 16 Jahren sein Debüt bei uns gab.

Das alte Jahr ging zu Neige und das neue Jahr startete vielversprechend. Die neuen Bühnenbaumeister Emil Trachsel und Marcel Apitzsch stiegen sogleich mit vollem Einsatz ein. Zusammen mit dem Bühnenbauteam bauten sie ein sensationelles Bühnenbild: Ein wunderschönes Klavier, riesige Fenster und das ganze im Look von einem Zugwagen des Simplon-Nostalgie-Express. Dazu durften sie die Bühnenelemente zerschneiden, denn diese haben nun ausgedient, und wir freuen uns schon auf die neuen.

Es wurden auch wieder fleissig Flyer im ganzen Quartier verteilt, um auf uns aufmerksam zu machen. Die Leitung hatte wieder Edith Engler.

Unser digitaler Auftritt sowie die Programme und Plakate wurden dieses Jahr unter der Verantwortung von Atréju Diener und der Agentur Egli & Partner designt.

Speziell zu erwähnen ist natürlich unser neues Logo, welches wir uns selber zum 80. Jubiläum geschenkt haben.

Ebenfalls im Januar drehten wir unseren Vorfilm, wie die Theatergruppe Friesenberg vielleicht entstanden ist. Das Drehbuch stammt von Atréju Diener, gefilmt hat Reini David und den Film geschnitten und bearbeitet Jeanine Erni. Vielen Dank an alle Beteiligten. Es hat riesen Spass gemacht, ins Jahr 1946 einzutauchen.

Am 7. Februar startete der Mitglieder-Vorverkauf, welcher sehr gut anlief und auch wieder über das Callcenter Profi Office GmbH und über unsere super Website lief. Erstmals seit 2016 waren wir wieder restlos ausverkauft, das heisst über 2800 verkaufte Tickets!

Auch die Bar nahm wieder wie gewohnt eine elegante Gestalt an, wieder unter der Leitung von Caleb Diener, Alessandra Sampietro und Manuela Diener. Dieses Jahr war es eine Zugbar mit dem schönen Namen „Gleis 3“, neuen Drinks, wie zum Beispiel dem Gintercity, einer Modelleisenbahn und zahlreichen Koffern mit lustigen Namensschildern.

Zudem wurde das Foyer mit originalen Zugleuchten und Schildern von Willy Berger geschmückt. Ausserdem wiesen grosse und kleine Tafeln den Weg oder gaben den Hinweis, sich auf dem WC festzuhalten.

Längst schon hatte Uschi Häberli mit Hochdruck damit angefangen, Helfer für die Küche, das Buffets, den Service und die Kasse zu suchen. Kein leichtes Unterfangen. Erfreulicherweise haben sich viele neue Helfer bei uns gemeldet und haben dieses Jahr einen ersten Einblick erhalten. Ich hoffe sehr, dass es ihnen gefallen hat und sie weiterhin mit uns an einem Strang ziehen werden.

Uschi sucht immer noch eine Nachfolge und möchte sie gerne gut einarbeiten. Wer sich für dieses grossartige, aber auch sehr anspruchsvolle Amt der Restaurantleitung interessiert oder jemanden kennt, der darf sich sehr gerne bei uns melden. Es dürfen sich auch mehrere Personen diese grosse Aufgabe teilen.

Der Probesonntag und das Probewochenende gingen reibungslos über die Bühne. Hier wurden von Maya Altorfer die offiziellen Fotos gemacht. Die Spieler spielten mit ihren Kostümen, und wie jedes Jahr wurde das Notfallszenario geübt. Hierbei wird durchgespielt, was passiert, wenn ein Zuschauer zusammenbricht oder das Haus, aus welchem Grund auch immer, Feuer fängt.

Nach rund 120 Stunden lustigen, aber anstrengenden Proben waren die Schauspieler so weit. Die Generalprobe fand wieder mit Publikum statt. Die Stiftung RGZ und die Theatergruppe „Schräge Vögel“ sowie die Krankenstation Friesenberg haben die Vorstellung sehr genossen.

Die Premiere war ein grosser Erfolg, und auch der Spaghettiplausch war wieder der Hit. Erna und Andy Zimmermann hatten die Küche tipptopp im Griff, und das motivierte und speditive Serviceteam rundete das Erlebnis ab.

Die Spieler wurden von Tanja Braun aufgehübscht.

An der Kasse gab es dieses Jahr auch etwas Spezielles, nämlich extra für uns gedruckte Zugbillette aus Karton, die in einer orginalen Zugbillettentwertungsmaschine von Rolf Brunold mit dem gültigen Datum versehen wurden.

Neu waren auch unsere Beachflags, welche unseren Besuchern den Weg zu uns zeigten.

Die Aufzeichnung des diesjährigen Stücks wurde wieder von Sandro Barbieri gemacht.

Von überall kam Lob. Ich darf hier zwei der über 100 Feedbacks zitieren:

„Seit vielen Jahren besuche ich eure Theatervorstellungen. Das diesjährige Stück fand ich eines der unterhaltsamsten und lustigsten. Eine überraschende Wendung am Ende und vielen Lachern während der gesamten Aufführung. Das Bühnenbild sieht fantastisch aus und man spürt und sieht den Schauspielern an, mit welchem Herzblut sie bei der Sache sind. Ein herzliches Dankeschön ans ganze Team vor, hinter und auf der Bühne, dass ich meine Bauchmuskeln trainieren konnte.“

oder

„Das Stück Arsene Lupin war seit Jahren die beste Theater-Aufführung, die wir geniessen durften! Vielleicht sogar die beste überhaupt. Lustig, spannend, kurzweilig, einfach der Hammer. Auch das ganze Rundherum ist super organisiert. Die vielen netten Helfer machen auch einen grandiosen Job. Wir kommen sicher wieder! Liebe Grüsse, wir freuen uns aufs nächste Jahr.“

Diesen Worten kann ich mich nur anschliessen! Alles rund ums Theater hat dank unseren überaus fleissigen Helfern super geklappt, was mich als Präsidentin sehr stolz macht.

Der Bühnenabbau ging wie gewohnt viel schneller voran als der Aufbau. Die Bühne Wehntal übernahm die Bühne samt Elementen und Mobiliar, so ging alles ruckzuck, und mit einer Pizzabelohnung war es ein schöner Abschluss der Spielsaison. Nun gingen alle in die wohlverdiente Pause und eine sehr erfolgreiche Theatersaison zu Ende.

An der 18. TGF-Movie-Night trafen sich dann 18 Mitglieder schon wieder, um sich zusammen das Stück „Gschtürm im Schtägehuus“ aus dem Jahr 2006 anzusehen.

Damit schliesse ich meinen Jahresbericht und bedanke mich ganz herzlich für den unermüdlichen Einsatz des Vorstandes, der Spieler, der Regie, der Flyerverteiler, des Bühnen- und Barbauteams, der Souffleusinnen, des Küchen- und Kassenteams, der Technik, des Social-Media-Teams und allen, die es wieder möglich gemacht haben, dass unsere Gäste einen lustigen und entspannten Abend oder Nachmittag geniessen durften.

Anja Schwyn