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Theaterausflug zur Schwäbischen Alb

1. und 2. September 2018

Organisation: Anja Baumgartner und Jörg Straube
Reisebericht: Susanne Rasper und Doris Müller
Fotos: Jörg Straube und Reini David

Samstag, 1. September 2018

Bon jour, liebe Theaterfreunde!

Vicky alias Anja Baumgartner und Monsieur Dupont himself Jörg Straube laden nach grandioser Saison und als Einstimmung auf die neue, auch grandiose, zu dieser, wie sie anpreisen, spannenden und lustigen Reise ein.

Einpacken unter anderem Regenschutz, feste Schuhe, Badehose, «Scharderobe» sportlich-elegant, ID und Euro. Also da erwartet uns feuchtes, lauffreudiges und gemütliches irgendwo teilzeitlich oder gar ganzes Weekend in einem Nachbarland?! Als erstmalig Mitreisende freue ich mich auf bekannte und unbekannte TGF-ler.

Treffpunkt 7:30 Uhr beim Schulhaus Borrweg. Bei Nieselregen treffen wir gutgelaunt und erwartungsfreudig ein, schützen Gepäck und uns vor dem Nass unter dem Dach des ref. Sekretariatshauses, begrüssen die Mitunterstehenden. Wie heisst wieder wer? «Doris Müller, ich bin neu hier.» So sind wir schon zwei Newcomerinnen!

Pünktlich startet Walti, der Chauffeur, den Car mit uns 39 Teilnehmenden. Dann beginnt die Fahrt ins Grüne, gemäss Einladung. Ins Grüne nicht ins Blaue? Wir fahren Richtung Norden.

Anja und Jörg begrüssen uns nun offiziell. Das Reisemotto «Ehe». Vickys Göttergatte Alex hütet das Baby und Monsieur Dupont freut sich auf den Flughafen Zürich. Es gehe nach Nizza, erzählt Jörg, wo eine Yacht uns erwartet, um uns ins Luxushotel zu fahren. Also eine verspätete Hochzeitsreise ohne Bräutigam, der hat familiäre Verpflichtungen als Erzeuger. Upps, aber warum fährt der Car nun am Flughafen vorbei? Unser Flug sei gecancelt worden und heute besteht keine Möglichkeit mehr für einen Ersatzflug. Die Organisatoren suchen fieberhaft nach einer neuen Lösung – was natürlich unter allgemeinem Gelächter mit grossem Applaus quittiert wurde.

Ich schau mir die Strassenschilder an: «Grand Route», alle Richtungen, Schaffhausen? Das «richtige» Programm fürs Wochenende wird verteilt – falten müssen wir dieses selber, die Instruktion bekommen wir dazu selbstverständlich von Anja. Aber: 2¼ Stunden fahren und dann Karten lesen, das kann ja heiter werden! Anja beruhigt uns; die abgebildete Karte bedeute lediglich, dass wir hier dann etwas besichtigen werden. Was und wo soll aber weiterhin geheim bleiben. Langjährige Reisecracks wissen das, wir Neulinge nun auch.

Am Rheinfall und Schaffhausen, mit Blick von der schönen Brücke auf den Munot, vorbei Richtung deutsche Grenze. Hier Beine vertreten, Rauchopfer bringen, WC besuchen und warten bis die deutsche MwSt. von Walti entrichtet worden ist, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm. Wenigstens regnete es nicht mehr. Und das Zielland war wohl jetzt auch allen klar.

Während unsere Reiseleiter gekonnt logistisch Gipfeli und Schoggistengeli in Papiersäckli füllen, verteilen und Peter trösten, dass der Kaffee nun wirklich bald komme, halte ich Ausschau: Hohenfluh - Taittingen – Donaueschingen – Stuttgart - Sindelfingen - Ulm? Die spätsommerliche sonnige Landschaft mit einem Hauch von Herbst zieht an uns vorbei. Die Strassen sind trocken, unsere Gespräche locker, befeuchtet vom Kaffee, genährt vom feinen, Blutzucker ausgleichenden, Znüni. Oberes Donautal? Immer öfter lese ich Sindelfingen; auch schon gehört, aber wo liegt das, und was gibt es dort? Keine Ahnung! Und dann die Überraschung: Wir besichtigen Schloss Sigmaringen in der gleichnamigen Landeskreisstadt in Baden-Württemberg.

Anja: «Wir (Vicky und Alex, Atréju Diener) haben es geschafft: Wir sind verheiratet und unser Kind ist gesund. s'Mami Rita (Edith Engler) war und ist extrem enttäuscht, dass wir heimlich heirateten. Nun erhält sie und ihr die Möglichkeit unsere Trauung hier im Schloss nachzuerleben.»

1077 erstmals als Burg erwähnt, entwickelte sich die Festung, hoch über der Donau auf einem Felsen erbaut, zum stattlichen Residenzschloss der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und ist heute noch in Privatbesitz der Nachkommen. Im Schlosshof konnte noch fotografiert werden, aber in den prunkvollen Räumen leider nicht. Den Namen «Hohenzollern» hatte ich schon öfter gehört, dass sie mehrere Schlösser und in halb Europa regiert haben, und sogar der letzte Kaiser ein «Hohenzoller» gewesen ist, war mir neu. Die feine Stimme im sympathischen schwäbischen Dialekt unserer jungen Führerin und die Schnelligkeit, mit der sie uns ihr Wissen übermittelte, machte es uns nicht einfach, alles zu verstehen. Jedoch die prachtvollen Räume sprachen für sich.

Vor 125 Jahren, 1893, brannte das Schloss. Sigmaringen hatte bereits eine moderne Feuerwehr mit Hydranten und langen Schläuchen. In Zürich löschte man da noch lange mit Eimer-Löschketten mit Wasser aus dem Fluss. Nur leider passten beim Brand die schlosseigenen Schläuche nicht auf die Hydranten im Ort unten. 14 Tage wurde nun mit Wassereimern von der Donau herauf das Feuer bekämpft. So brannte ein Teil des Schlosses komplett aus und lauter Zeitzeugen, die heute interessant wären, gingen verloren. Anderseits bekam das Gebäude dadurch einen «total modernen Anbau». In der Hubertushalle erwartete uns eine umfangreiche, fast gruselige, Sammlung von Jagdtrophäen. Jedenfalls hatten die Dienstleute ihre Krucks mit den Krucken/Geweihen bis die abgestaubt waren.

«Alles in Butter»? Vor einem grossen, reichausgearbeiteten Spiegel aus venezianischem Glas stehend, wurden wir gefragt wie dieser damals wohl verpackt und transportiert wurde. In Butter! Wie lange es brauchte, bis die Bediensteten die Butter wieder runter hatten, ist leider unbekannt. In der Waffenkammer des Schlosses könne man noch vielen Redewendungen auf die Spur kommen, erläuterte Jörg, wie «von der Picke auf», «auf grossem Fuss leben», etc. Für dies müssen wir jedoch ein andermal herkommen.

Erlaucht bestäubt vom uralten imposanten Gemäuer, dem Wissen von 28 cm Taillenumfang in Korsetten, kunstvoll gestalteten Räumen, langen Ahnenlinien, geschickten politischen Vermählungen der Nachkommen und von starken Frauen, die ihrem Schicksal trotzen, sowie dass Vicky und Alex im fulminanten Ballsaal dem Ehebund schlossen, schlendern wir vom Schlosshügel hinunter durchs Städtele mit Samstagmarkt zurück zum Bus.

«Wir essen bei Muttern. Sprich mis Mami Rita hät öppis vorbereitet». Schon im Bus hatten wir angekreuzt: Kässpätzle und Maultaschen waren wohl Favoriten. Gemüseteller mit Spiegelei und Bratkartoffeln war auch lecker!

Aber wo assen wir das? Riedlingen - Bingen – Egelfingen. Fahrt durch Schwäbische Tannenwald-Ebenen. Inneringen – Zwiefalten. Trochtelfingen, Albquell Bräuhaus seit 1851, im Herzen der Schwäbischen Alb. Das Bier schmeckte auch. «Hopfen und Malz – Gott erhalts».

Gefüllt, bewässert, bebiert aber noch (fast) nicht berauscht, aber laut beschallt (Gasthaus war sehr gut befüllt) ging's weiter um 14 Uhr. Aber wohin? Anja: «In einer Ehe gibt es Höhen und Tiefen. («Bei Höhen ist mein Blutzucker wieder in Ordnung.» Mami Rita/Edith. Gelächter!) Darum wollen wir nun in die Tiefen abtauchen, tiefe Geheimnisse erforschen, am Ende des Tunnels wieder Licht sehen. Hab hier auch äs Bärli als Beschützer für unser Kind gefunden.»

Was erwartet uns wohl? Von weitem sah ich den obersten Teil eines Riesenrades, aber Rust ist doch nicht hier – oder doch? Nein. Unser Ziel war Sonnenbühl auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb auf 775 m.ü.M. mit der Bärenhöhle neben dem Freizeitpark Traumland. Warme Jacken an (8 bis 10 Grad) und auf geht's in das Reich der Tropfsteine, der Karls- und Bärenhöhle, diesem im 16. Jahrhundert entdeckten 271 m langen Geheimnis unter der Erde. Bei der Führung wurde erzählt: Die Entstehung vor 1,5 Millionen Jahre, vom Makkaroni-Stalaktit der in Hundert Jahren 1 mm von der Decke wächst, die Stalaktiten und Stalagmiten ca. 500 Tausend Jahre alt sind, den vielen Knochenfunden von Wildschwein, Fuchs, Wolf und viele weitere, welche durch die Decke bei Überschwemmungen gespült wurden. Auch Nashörner und Höhlenlöwen lebten hier. Die Höhlenbären lebten hier drin als Vegetarier. Daher der Höhlenname. Auch von ihnen etliche Knochenfunde und ein vollständiges Skelett eines Jungbären aus der Eiszeit vor 20 bis 50'000 Jahren. Ausgewachsen mass die Schulterhöhe 1,7 m, aufgerichtet, 3 m hoch und sie wogen bis zu einer Tonne. Vor 8'000 Jahren war die Höhle auch Heimat und Totenstätte von Höhlenmenschen. Von Dezember bis Ende Februar ist geschlossene Gesellschaft: Fledermäuse überwintern hier geschützt. Seltsame Schaufensterpuppen und weitere Kunst-Installationen (?) begegneten uns auf der Höhlenforschung anlässlich «Illumination der Bärenhöhle». Na ja dies brachte uns zum Staunen, Schmunzeln oder Kopfschütteln. Und am Ende der faszinierenden, staunenden, lauschenden Blicke in die Tiefen der Unterwelt erwartete uns strahlendes Sonnenlicht, das Lust auf Eis und Kaffee machte. Gefühl des Jungbrunnens nach dem Auftauchen aus der Jahrmillionen alten Form- und Farbenwelt. Ja morgens ein Schloss über der Erde, nachmittags eines darunter.

Um von den Wegschildern abzulenken, gabs auf der Weiterfahrt von Jörg ein spannendes Fragequiz zu welche Produkte des täglichen Lebens welcher Grossfirma zugeordnet werden können. War sehr lehrreich! Merci beaucoup, Monsieur Duchamp! Das Schloss Lichtenstein (nein, nicht in Liechtenstein), auch als «Märchenschloss Württembergs» bezeichnet, welches noch zu erwandern gewesen wäre, liessen wir sprichwörtlich links liegen. Allgemeiner Wunsch der meisten Carinsassen: Hotel, Wellness oder Alternativspaziergang zum Wasserfall. Nur, wo liegt das Hotel?

Um ca. 17 Uhr trafen wir in unserem Übernachtungsort Bad Urach ein, staatlich anerkannter Luftkurort und Heilbad. Wir logierten «bei» Graf Eberhard. Nach dem Einchecken, Menü aussuchen und entsprechende Karte mitnehmen, Schlüssel und Frottee-Bade-Latschen erhalten, kam die Entscheidung zu «im Wasser» oder «zum Wasser».

Wasserratten mit Badeanzug konnten die AlbThermen geniessen und staatlich anerkannt, genüsslich im warmen Wasser faulenzen. Wasserratten mit festen Schuhen spazierten zum staatlich anerkannten Luftbad mit je Weg 373 Schritten durch das Maisental dem murmelnden Brühlbach folgend gegen den schönsten schwäbischen Wasserfall hinzu, der sich 37 Meter über die bemoosten Tuffsteinkante stürzt und über bemoosten Stein hinabplätschert. Wir weilten in deutscher Landschaftsromantik, gaben uns unten, neben, hinter oder unter dem lichtdurchflutenden, stürzenden Wasservorhang hin, in verschiedenen fotogenen Posen, für die Ewigkeit gebannt.

In «Scharderobe» konnten wir das feine Nachtessen geniessen. Gemüsesuppe, Salat vom Buffet, Forelle oder nochmals Spätzle, wer noch nicht genug vom Mittag hatte, wurden mit einem feinen Schoggiglace- oder Apfelstrudel-Dessert abgerundet. Danach das obligate traditionelle «Wölfle», welche doch etliche an einen Tisch holte. Peter als Spielleiter fungierte souverän. Jedenfalls hörte ich immer nur «mir sind jetzt im wunderschönä Urr-Dorf» (Ur-Dorf ist gleich Urach) «und jetzt Augä zuä und schloofä.» Schon fielen die Spieleraugen zu und somit zog es bald einige Nichtmitspielende in die Federn. Oder auch aus anderen Gründen. Unser Wyberegge genoss noch einige Absacker und konnte herzlich über Allerlei g'Schnurräts lachen. Da gab's diesen Spruch: Liebe geht durch den Magen und unten wieder raus!



 

Sonntag, 2. September 2018

Das Frühstücksbuffet liess keine Wünsche offen, liess müde Geister wach werden oder sich erstarken. Die hohen Torten für den Nachmittagskaffee lockten auch in allen Farben. Doch hätten sie noch Platz nach gestrigem Dinner und reichhaltigem Frühstück?

Pünktlich um 9 Uhr fuhr uns Walti zur Führung nach Bad Urach am Fusse der Schwäbischen Alb an der deutschen Fachwerkstrasse. In zwei Gruppen ging's los. Ich konnte die herrlich, witzig, charmant vermittelte Art der Orts- und Fachwerk-Spezialistin Frau Elizabeth Bolz geniessen. Doris Müller streifte mit deren Kollegen Otto Rauscher durch die Residenz-Stadt. Auf dem spätmittelalterlichen grossen Marktplatz stehend, umringt von historischen Fachwerkhäusern, jedes mit seiner eigenen Geschichte, hörten wir vom Schwäbischen Männle (typisch regionales Fachwerk), vom Grundbodensteuern sparen, indem man auskragend pro weiteres Stockwerk baute, vom alle zwei Jahre stattfindenden Schäferlauf (Volksfest seit 1723), vom Grafen Eberhard und Gemahlin Barbara von Mantua, einer Liebesheirat, dem Ehrenbürger Herman Prey, den ihm gewidmeten Musikfestspielen und dem Dichter Eduard Mörike, spazierten zum spätgotischen Quellwasser gespeisten Brunnen, Haus am Gorisbrunnen, Klostermühle, Stift Urach und abschliessend überrascht mit einer Laugenbrezel und ihrer Entstehungsgeschichte. Ich sage nur: Auch damals schon stand eine starke Frau hinter einem erfolgreichen Mann! Und sei's ein Brezenbäcker.

Es war frisch auf dem Rundgang und die Wärme im Car schätzten wir. Und bereits gab's den nächsten vielfältigen Speiseplan zum Auswählen. Uff, war doch noch wunderbar gefüllt von Frühstück und der Brezen.

Also Bauch entspannt verdauend durch die Landschaft fahren lassen. Die Wolkendecke hing tief in den Hängen, aber nicht auf unserer Stimmung. Auch deshalb, weil Jörg seine ersten Reisefotos zum Besten gab. Ich schaute nicht mehr gross auf die Schilder wo's lang geht. Soviel, wir waren wieder allgemeine Richtung Rückweg in die Schweiz und die meisten Orte endeten auf -lingen.

Car hält auf einem Kiesplatz. Beine vertreten? Rauchpause? Noi ihr Lieben, auffi geht's zur Mittags-Jausen in den Biergarten! Nach erklommener Waldtreppe eröffnet sich uns eine Aussichtsterrasse mit wunderbarer Sicht auf Dettlingen und das Städtchen Horb im Donautal. Dies auch durch sechs Steinstehlen mit einem Loch zum Fokussieren der Sehenswürdigkeiten. «Der Rauschbart» ein Biergarten mit langer Geschichte. Der Name stammt vom Graf Eberhard, der auch Eberhard der Rauschebart genannt wurde.

Anja, Doris M. und ich haben «Opazda» gewählt, ein pikantes kaltes bayerisches Käsegericht (würziger Camembert überreif, auch um Reste zu verwerten, weiche Butter oder Sahne, Frischkäse, Zwiebeln, Paprika edelsüss und Paprika scharf, Kümmel, Salz, Pfeffer schwarz, evtl. Esslöffel Weisswein). Eine typische klassische Biergarten-Speise. Im Zelt geschützt vor Regentropfen, warmen Kissen unter dem Po, kauten alle zufrieden an ihren gutgefüllten Tellerinhalten, sei's Händelbeine, Flammkuchen, Sauerkraut und Braten, Pommes etc., genossen Bier, Trollinger, Schaumwein, Unalkoholisches und der Gesprächsstoff ging auch noch nicht aus. Dachte, ich hätte ein leichtes Gericht gewählt. Denkste! War kalorienreich und mit der farbenprächtigen Salatgarnitur eine Nummer zu gross für uns drei. So wurde der Rest Käse mit Brot eingepackt.

Es ging weiter, auf dem Programm wieder eine Landkarte. Regentropfen auf die Carfenster klopfen. Regen bringt Kindersegen, gäll Vicky? «Einer Hochzeit voraus geht der Polterabend. Scherben gehören dazu, sie bringen Glück. Aber nun gilt's den Haushalt wieder zu komplettieren.» Aber wie Anja? «Mit Glasvasenblasen, diejenigen wo gerne eine Glasvase würden blasen…» Diesen Zungenbrecher haben wir so lange geübt, sogar Walti am Steuer, bis er bei allen sass. Die Glasbläserei Dorotheenhütte in Wolfach, die letzte Bleikristall-Glasbläserei im Schwarzwald, besichtigen wir nun. Nach offizieller Führung wurden wir durch den Laden zum Ausgang geschleust. Doris M. meinte nachträglich: «Natürlich brauchte ich nichts und natürlich wollte ich nichts kaufen und natürlich bin ich nicht an den vielen schönen bunten Dingen vorbeigekommen und natürlich habe ich wieder eine Weihnachtskugel gekauft, natürlich für mich.» Wem ging's auch so? Zukünftige Glasvasenbläserinnen Aimée, Edith und ich standen Schlange. Leider reichte die Zeit nur für uns drei. Andere verzichteten oder hatten keine Lust mehr dazu. Jedenfalls nachträglich noch ganz herzlichen Dank, dass ihr solange ausharrten, bis wir unsere superschönen Glasvasegeblasen hatten.

Nächster Programmpunkt, nächstes Ziel? Essen! Zuvor noch ein Tee-Quiz «Wie wär's mit Tee?» (übrigens der Titel unseres Uraufführung-Theaterstücks 2019, mit dem die Theatercrew auch an einem Wettbewerb teilnehmen wird) mit 27 Fragen und zu guter letzt noch einer Liste einer Mini-Kräuterapotheke, zusammengestellt von Anja. Danke, dies war sehr interessant. Gewonnen haben Marlies und Katja, natürlich diverse gsundi Tee-Büteli.

«Meine Schwiegereltern, also Alex' Eltern, sind mittlerweile pflegebedürftig geworden. Es ging ganz schnell. So haben wir, beziehungsweise ich, Alex weiss es noch nicht, einen Platz im Alters- und Pflegeheim Wartenberg in Geisingen gefunden. Und sie freuen sich sehr, mit uns Kaffee und Kuchen zu geniessen.» Aber Vicky, schon Geheimnisse vor Alex?

Das Kuchenbuffet à discrétion erwartet uns. Es sah alles so gluschtig aus, die Entscheidung fiel schwer. Mmmh, mega lecker, Pflaumenstreuselkuchen, Quarkkuchen, Hefegebäck. Dann kam das Tüpfchen auf dem i – Jörg spendierte einen Verteiler, gute Idee, vielen Dank.

Auf dem «langen» Weg zurück zum Car konnten wir nicht wirklich die vielen zusätzlichen Kalorien abbauen, aber ein bisschen Bewegung tat trotzdem gut. Zügig ging es nun südwärts Richtung Grenze. Ohne Stau oder stockender Abendverkehr ging es heimwärts, in Zürich noch ne Extraschlaufe, weil das Carfahren so schön war. Ca. um 19:30 Uhr kamen wir im Friesenberg an, Gepäck schnappen, allgemeines Verabschieden mit besserer Namenskenntnis, auf nach Hause in verschiedene Richtungen.

Vielen herzlichen Dank an Anja und Jörg für die tolle Organisation und die vielfältigen, sehr interessanten Führungen. Es war ein herrliches, spannendes, lustiges Wochenende mit einem tollen Theater-Team.