Rückblick 2026

Der Simplon-Nostalgie-Express ist wieder im Depot. 14-mal nahm Arsène Lupin die Zuschauerinnen und Zuschauer mit zu seinem grössten Coup.

Die Schachfiguren dieser aufregenden Zugfahrt haben sich mittlerweile neu positioniert. Zugmanagerin Ricarda Perroni hat ihre Beförderung ausgeschlagen und sich in den ruhigeren Innendienst versetzen lassen. Auch Niklaus hat eine Anstellung gefunden, die ihm mehr entspricht – er fährt nun mit dem GINtercity durch die Schweiz. Silvio Gnägi verbrachte wegen der Machenschaften seiner Firma fünf Jahre im Gefängnis. Diese Zeit nutzten Céline und Arsène Lupin, um seiner Villa einen diskreten Besuch abzustatten und ihn von „unnötigem Ballast“ zu befreien.

Hildegard und Bambi haben sich angefreundet. Zu Eberhards Ehren haben sie in Mannheim einen kleinen Wildpark eröffnet: mit Ochsen, Ebern und Hirschen. Und selbstverständlich mit einem Stand, an dem 50 Einmachgläser von Hildegards weltberühmtem Sauerkraut verkauft werden.

Einige Monate später erhielt Sophie von Falkenstein erneut einen Brief von Arsène Lupin. Darin stand, dass ihr das chinesische Imitat ihres Colliers ausgezeichnet stehe. Leider bekam Sophie davon wieder einen ziemlichen Schrecken. Doch dank Willibalds selbstkreierter automatischer Luftfächervorrichtung „Williblas 1“ kam sie rasch wieder auf die Beine.

Eine packende Gaunerkomödie

Gegen Ende der letztjährigen Produktion begannen wir bereits mit dem Lesen potentieller Stücke für die Saison 2025/26. Anfangs Juli war dann klar, welches Stück es werden soll: „Arsène Lupin – und das Collier der Königin“ von unserem Schauspieler Atréju Diener. Das Stück überzeugte, weil es sowohl Humor, aber auch Spannung und emotionale Höhepunkte hatte – auch wenn das Stück für einmal etwas ganz anderes ist, als die typischen Schwänke. Bereits beim Lesen war den meisten klar, dass dies eine richtige Herausforderung auf allen Ebenen werden wird: Bühnenbau, Requisiten, Technik, Schauspiel und Regie. Und ebenso schnell war klar: Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen.

Nach der Wahl passten die Regisseurin Brigitte Schmidlin, ihr Mann Kamil Krejčí und unser Schauspieler Atréju Diener das Stück auf unsere Bedürfnisse an. Mit Clemens Lützen und Thom F. Küng konnten zudem zwei bühnenerprobte neue Kollegen für die Produktion gewonnen werden.

Am 20. Oktober 2025 fiel mit der Leseprobe der Startschuss. Schnell zeigte sich, dass „Arsène Lupin – und das Collier der Königin“ über sehr viel Witz und starke Charaktere verfügt, die perfekt auf unsere Schauspielerinnen und Schauspieler passten. Zwischen Anfang November und Ende Februar feilte das zehnköpfige Ensemble rund 120 Stunden an der Inszenierung, darunter auch an drei Wochenendtagen. Auch wenn jeweils sehr konzentriert und mit viel Engagement geprobt wurde, kam der Spass nie zu kurz.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Am 7. März 2026 feierte die Theatergruppe Friesenberg eine erfolgreiche Premiere. Und auch die folgenden dreizehn Aufführungen sorgten für grosse Begeisterung beim Publikum.

Und das Schönste: Wir durften alle Vorstellungen vor restlos ausverkauften Rängen spielen. So etwas gab es zuletzt vor 10 Jahren. Unsicherheiten, ob diese doch etwas andere Art von Stück bei unserem Publikum ankommt, verflüchtigten sich schnell. Dies zeigten nicht zuletzt die unzähligen Feedbacks, die uns jeweils im Nachgang der Aufführungen erreichten.

Einmaliges Bühnenbild

Ein besonderes Highlight dieses Jahr war das Bühnenbild. Unsere Bühnenbauer unter der Leitung von Marcel Apitzsch und Emil Trachsel verwandelten unsere Bühne in einen nostalgischen Zugwagen. Die Idee der Regisseurin: Damit das Zuggefühl verstärkt wird, wurde die Bühne weniger tief geplant. Zudem machten sowohl der Rundbogen oben des angedeuteten Zugdachs sowie die Portalwände auf den Seiten der Bühne den Simplon-Nostalgie-Express noch realistischer.

Sowohl unser Foyer als auch unsere Bar waren ganz nach dem Motto „Zug und Bahnhof“ eingerichtet. Für die Dekorationen im Eingangsbereich durften wir auf unser langjähriges Mitglied Willy Berger zurückgreifen, der viele Jahre bei der SBB arbeitete. In der Bar sorgten ein neues Hintergrundbild, ein Tisch samt elektrischer Eisenbahn sowie zahlreiche Koffer und weitere Accessoires für die passende Stimmung. Das Bar-Team um Caleb Diener, Alessandra Sampietro und Manuela Diener erhielt viele Komplimente für unsere Bar „Gleis 3“.

Ganz im Stil des Theaterstücks und der liebevoll gestalteten Dekorationen hielt auch an der Theaterkasse ein Stück Nostalgie Einzug. Neben Notebook, Zahlungsterminal und Laserdrucker für den Ticketdruck fand sich dort für einmal auch eine historische Datumspresse, mit der wir die speziell für unser Jubiläum angefertigten Kartontickets nach historischem Vorbild – ganz wie früher bei der Bahn – mit dem aktuellen Datum versahen und unseren Besuchern zusätzlich überreichen konnten.

Auch unser Team an der Theaterkasse leistete erneut ganze Arbeit und meisterte souverän alle erwarteten und unerwarteten Situationen – von fehlenden Freikarten bis hin zu falsch oder gar nicht reservierten Tickets.

Für die tollen Fotos sorgte wieder Maya Altorfer, die uns während der Probezeit begleitete und immer wieder grossartige Momente einfing.

Unser Technikduo Reini David und Thomas Schweizer schuf mit dem passenden Licht, den zahlreichen Audio- und Video-Einspielungen und Effekten die passende Atmosphäre und setzte auch die ins Bühnenbild integrierte Uhr wirkungsvoll in Szene, mit der die Zeitsprünge visualisiert wurden, während Arsène Lupin die Zuschauer durch seine Geschichte führte.

Uschi Häberli managte den Gastrobereich und sorgte gemeinsam mit ihren zahlreichen Helferinnen und Helfern im Service dafür, dass auch der kulinarische Genuss für unsere Gäste nicht zu kurz kam.

Unsere Souffleusen Regina Whiting und Trudi Vögeli halfen uns dabei, dass wir uns auch grösstenteils an den Text hielten, und Tanja Braun sorgte für das richtige Make-up.

Die Aufzeichnung des Stücks führte wieder Sandro Barbieri durch. DVDs und Blu-rays des Stücks sind auf Anfrage bei uns erhältlich.

Das neue Design unserer Marketingmassnahmen wie Flyer und Plakate verantwortete Atréju Diener in Zusammenarbeit mit der Agentur Egli und Partner. Auch das brandneue Logo, das wir uns selbst zum 80. Jubiläum schenkten, entstand aus der noch jungen, aber schon sehr erfolgreichen Zusammenarbeit.

Restlos ausverkauft

Erstmals seit 2016 waren alle unsere 14 Aufführungen wieder restlos ausverkauft. Die 2800 Tickets waren sehr begehrt, wie der, einmal mehr, überragende Vorverkauf zeigte. Erneut wurde wieder der Grossteil der Tickets an den ersten Vorverkaufstagen reserviert. Nach dem Mitgliedervorverkauf waren bereits 34 % der Tickets weg, und im selben Stil ging es am ersten Tag des offiziellen Vorverkaufs weiter, wo wir eine Auslastung von 77 % erreichten.

Die Theaterbesucher konnten wie gewohnt über unser Reservationssystem ihre Sitzplätze wählen, entweder direkt über unsere Internetseite oder telefonisch über das Callcenter der Profi Office GmbH in Wohlen.

Rückblick ins Gründungsjahr

Unser 80-jähriges Jubiläum veranlasste uns, einen kurzen Vorfilm zu drehen, der jeweils vor den Aufführungen abgespielt wurden. Der Film zeigte etwas überzeichnet und humorvoll die Gründung der TGF im Jahr 1946. 15 Darstellerinnen und Darsteller sowie fünf Kinder waren zu sehen. Das Organisationskomitee, bestehend aus Reini David (Kamera), Jeanine Erni (Drehplan und Schnitt), Anja Schwyn (Requisiten) und Atréju Diener (Drehbuch und Regie), leisteten viel Vorarbeit, wodurch der Film innerhalb eines Drehtags im Kasten war. Der Schwarz-Weiss-Film sorgte für viele Lacher und einige Nostalgie-Momente bei unserem Publikum.

Nach der Saison ist vor der Saison

Nachdem der letzte Vorhang gefallen ist, gehen bereits die Vorbereitungen für die neue Spielsaison los. Am 8. Mai 2026 findet die Generalversammlung für alle Vereinsmitglieder statt. Anfang September steht dann wie üblich der Vereinsausflug auf dem Programm. Und im Herbst werden wir die ersten Informationen zu unserem neuen Theaterstück bekannt geben können, dessen Aufführungen wieder im März 2027 geplant ist.

Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an all die vielen Helferinnen und Helfer auf und neben der Bühne, die auch diese Produktion zu einem Erfolg werden liessen. Und natürlich geht unser Dank auch an Euch, unser treues Publikum. Ihr seid einmal mehr zahlreich erschienen und habt uns mit vielen Lachern und Szenenapplaus beschenkt. Wir hoffen, wir konnten Euch mit unserer Inszenierung auch dieses Jahr wieder eine unterhaltsame Theateraufführung bieten und freuen uns schon jetzt auf Euren nächsten Besuch.