Rückblick 2024

Mit einer Standing-Ovation an der Derniere vom 23. März 2024 fand unsere Uraufführung von „Ruedi for President“ ihren erfolgreichen Abschluss.

14-mal lehnte Ruedi Zeller nach einem turbulenten Abend die Wahl zum Bundesrat ab. Ruedi hat der Politik mittlerweile den Rücken gekehrt und geniesst nun zusammen mit seiner Tanja ihre Töfftouren. Derzeit befinden sie sich im Zillertal, wo Tanja an ihrem österreichischen Akzent feilt.

Theresa Kreuzberg hat sich hingegen mit ihrem Kudi auf die Route 66 verabschiedet und macht den Highway mit der Harley unsicher. Anna-Lena konnte sich ihre erste Filmrolle ergattern – als Leiche im Tatort. Nach ihrer Rolle als Ruedis Frau ein echter Aufstieg.

Journalistin Verena konnte doch noch eine Top-Story publizieren. Bei „Inside Bundeshaus“ erschien die Schlagzeile: „Skandal im Hotellift – Portier durchwühlt Koffer und verkleidet sich als Fraktionschefin“. Stefanie hat die Wahl in den Bundesrat ebenfalls nicht geschafft – dafür ist sie jetzt das Gesicht der neusten TicTac-Werbung. Und Lynn wurde von ihrem Lehrer aufgrund ihrer vorlauten Art für das Amt als Schulsprecherin nominiert. Sie reagierte darauf mit einem T-Shirt mit der Aufschrift: „Klassensprecherwahl? Ihr könnt mich alle mal!“

Doch wer wurde nun eigentlich Bundesrat? Nachdem er eine Revision bei den Bundesratsfinanzen durchgeführt und selbstverständlich bestandet hat, würde Stücheli kurzerhand zum Finanzminister ernannt. Nach einem Monat warf er den Bettel aber bereits wieder hin – aufgrund seiner stetig wachsenden Politikerphobie.

Eine Uraufführung, die gar nicht geplant war

Dass unser neues Stück den Titel „Ruedi for President“ trägt, war noch im letzten Sommer gar nicht geplant. Die Stückwahlkommission entschied sich wie immer vor den Sommerferien für ein neues Stück. Leider sprang dann aber einer der Hauptdarsteller ab und seine Rolle konnte trotz intensiver Suche nicht ersetzt werden. Es musste also ein Plan B her.

Auf der Theaterreise anfangs September kam dann die Idee auf, das neuste Stück von unserem langjährigen Schauspieler Atréju Diener zur Uraufführung zu bringen, weil die Besetzung ideal auf die verfügbaren Spielerinnen und Spieler passte. Das einzige Problem: Das Stück existierte noch gar nicht. Die Idee der Geschichte sowie ein paar erste Szenen waren zwar schon auf Papier gebracht, die Komödie aber noch ein grosses Stück davon entfernt, damit man mit den Proben beginnen konnte.

Innert knapp zwei Monaten galt es nun, das Stück fertigzustellen. Unterstützung erhielt der Autor von der Regisseurin Brigitte Schmidlin sowie von einigen Spielern, die Feedbacks und Inputs während der Erarbeitung einbrachten. Am 15. Oktober – drei Wochen vor der Leseprobe – stellte Atréju Diener das Stück dann fertig. „Ruedi for President“ war geboren.

Nachwuchs auf der Bühne

Am 6. November 2023 trafen sich die acht Spielerinnen und Spieler unter der Regie von Brigitte Schmidlin zur Leseprobe. Erstmals mit dabei waren Jacqueline Gernig in der Rolle der Journalistin Verena Goldbach sowie die 10-jährige Mia Erni als T-Shirt-Lieferantin Lynn Bögli. Der Auftritt des Mädchens wurde so geschrieben, dass sie an den Aufführungen an den Wochenenden dabei sein konnte. An den Vorstellungen unter der Woche wurde die Szene übersprungen.

Zwischen Anfang November und Ende Februar feilte das Ensemble rund 120 Stunden an der Inszenierung, darunter auch an drei Wochenendtagen. Auch wenn jeweils sehr konzentriert und mit viel Engagement geprobt wurde, kam der Spass nie zu kurz. Der Aufwand hat sich gelohnt. Am 2. März 2024 feierte die Theatergruppe Friesenberg eine erfolgreiche Uraufführung. Und auch die folgenden dreizehn Aufführungen sorgten für grosse Begeisterung beim Publikum. Dies zeigten nicht zuletzt die vielen Feedbacks, die uns jeweils im Nachgang der Aufführungen erreichten.

Zahlreiche Special-Effects

Neben den Schauspielerinnen und Schauspielern und der Regie war auch unsere Technik sowie der Bühnenbau bei diesem Stück besonders gefordert. Das marode Hotelzimmer sorgte zum Beispiel mit einem zusammenbrechenden Stuhl, einer herunterfallenden Vorhangstange oder einem absackenden Kronleuchter für Lacher. Diese Special-Effects mussten aber exakt getimed werden, was dank des perfekten Zusammenspiels aller Beteiligten wunderbar funktionierte.

Unser Technikduo Reini David und Thomas Schweizer sorgte mit der neuen Traverse für das richtige Licht. Das Bühnenbild wurde unter der Leitung von Peter Kaufmann und dem gesponserten Material der BauPro Altburg erstellt. Unsere Souffleusen Regina Whiting und Trudi Vögeli half uns dabei, dass wir uns auch grösstenteils an den Text hielten. Für das richtige Make-up sorgten Tanja Braun und Elisha Leuenberger. Die Aufzeichnung des Stücks führte wie immer Sandro Barbieri von Stagefex durch. DVDs und Blue-Rays des Theaterstücks sind erhältlich.

Hohe Auslastung

Über 2600 Tickets und damit rund 90 % aller Tickets konnten wir in diesem Jahr verkaufen und damit auch wieder mehr Zuschauer bei uns begrüssen, also noch im Vorjahr. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde wieder der Grossteil der Tickets an den ersten Vorverkaufstagen reserviert. Die Theaterbesucher konnten wie gewohnt über unser Reservationssystem ihre Sitzplätze wählen, entweder direkt über unsere Internetseite oder telefonisch über das Callcenter der Profi Office GmbH in Wohlen.

Nach der Saison ist vor der Saison

Nachdem der letzte Vorhang gefallen ist, gehen bereits die Vorbereitungen für die neue Spielsaison los. Am 3. Mai 2024 findet die Generalversammlung für alle Vereinsmitglieder statt. Anfang September steht dann wie üblich der Vereinsausflug auf dem Programm. Und im Herbst werden wir euch dann erste Informationen zu unserem neuen Stück geben können. Die Aufführungen für die Produktion 2025 werden wie gewohnt im März wieder im Saal der reformierten Kirche Friesenberg stattfinden.

Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an all die vielen Helferinnen und Helfer auf und neben der Bühne, die auch diese Produktion zu einem Erfolg werden liessen. Und natürlich geht unser Dank auch an euch, unser treues Publikum. Ihr seid einmal mehr zahlreich erschienen und habt uns mit vielen Lachern und Szenenapplaus beschenkt. Wir hoffen, wir konnten euch mit unserer Inszenierung auch dieses Jahr wieder eine unterhaltsame Theateraufführung bieten und freuen uns schon jetzt auf euren nächsten Besuch.