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Theaterausflug an den Genfersee

30. August und 1. September 2013

Organisation: Fredy Bont und Hans Pache
Reisebericht: Barbara Spycher

Samstag, 31. August 2013

Unsere Reise sollte um 7.30 Uhr bei der reformierten Kirche Friesenberg starten. Dies war jedoch für die eine oder andere (natürlich wieder mal die Frauen) zu früh am Morgen und so wurden sie von unserem Car direkt an der Bushaltestelle abgeholt. Als wir dann um 7.45 Uhr endlich vollzählig waren, konnte die Reise beginnen.

Gipfeli und Kafi gab es im Bus, in der Hoffnung, dass auch die Letzten noch aus ihrem Schönheitsschlaf aufwachen würden. Es wurde wild gerätselt, wohin uns unser lieber Chauffeur „Werni“ hinbringen würde. Als wir langsam aber sicher auf Bern zusteuerten, wurde es immer naheliegender, dass wir das Bundeshaus besuchen würden. Da Samstag war und Herr Aebi, Herr Waser und Frau Fröhlich nicht zur Stelle waren, um uns ihren Arbeitsplatz zu zeigen, mussten wir uns mit einer einfachen Führung begnügen. Trotzdem erfuhren wir interessante und auch lustige Dinge über das Parlamentsgebäude der Schweiz. So hatte sich z.B. der Maler Charles Giron bei der Erschaffung des Gemäldes „Die Wiege der Eidgenossenschaft“ im Nationalratssaal den einen oder anderen Scherz erlaubt, als er einen Fisch und einen Engel auf das Bild schmuggelte.

Nach dem Besuch des Bundeshauses ging unsere Fahrt im Car weiter. Und auch da wurde uns nicht langweilig. Durch ein Ratespiel erfuhren wir, welche lustigen Ortsnamen die Schweiz besitzt. Schliesslich führte uns unsere Reise in das kleine Dorf Chexbres am Genfersee. Im Hotel Préalpina füllten wir zwei lange Tische und es wurde uns ein feines Zmittag serviert. Leider schien jedoch während dem Servieren wohl das Gemüse auszugehen, und so mussten sich die Letzten am zweiten Tisch mit einem einzigen Röschen Broccoli begnügen, während die Ersten am ersten Tisch einen regelrechten Gemüseberg erhalten hatten. Und ja, die Autorin dieses Textes sass am Ende des zweiten Tisches.

Nach dem Essen konnten die Zimmer bezogen werden und dabei wurde die Frau an der Rezeption auf ihre Geduld geprüft. Namen und Zimmer waren eigentlich vorab schön zugeteilt, aber die Theaterleute zeigten ihre Improvisationsfähigkeit, indem sie die Einteilung noch einmal gehörig durcheinander brachten.

Nach der erfolgreichen Verwirrung des Hotelpersonals wurde eine Exkursion angetreten, die so manchem Teilnehmer wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird. Eine Standseilbahn sollte uns auf den Mont-Pèlerin bringen. Zu unseren Ungunsten entschied sie sich wenige Meter vor dem Ziel eine Verschnaufpause einzulegen, und so mussten wir eine gute halbe Stunde darauf warten, dass ein Seilbahn-Dompteur das störrische Gefährt dazu brachte, sein Ziel zu erreichen.

Trotz Schwitzen und eng Aufeinandersitzen waren wir frohen Mutes und begannen den Abstieg. Dabei kamen wir an zeltenden Pfadis vorbei und machten die Bekanntschaft von unzähligen Ameisen. Zurück im Hotel hatten wir etwas Zeit, um uns aufzuhübschen für den Abend. Danach trafen sich einige zum Apéro auf der Veranda des Hotels und genossen die Aussicht.

Schliesslich wurde zum Dinner geladen. Vor und zwischen den Gängen wurden unsere Lachmuskeln durch das Komikerduo Gilbert & Oleg trainiert. Sie servierten uns ihr eigenes Menü, bestehend aus Zauberkunst, gewürzt mit lustigen Sprüchen und Witzen.

Nach dem Znacht wurden wir etwas unsanft aus dem Aufenthaltsraum geworfen und so verlegte sich der Abend für einige von uns ins edle Schlafgemach zweier unserer Reiseteilnehmer. Dort wurden lustige Gutenachtgeschichten erfunden und grausige „Black Storys“ erzählt. Schliesslich fanden jedoch alle ihr Bettchen, manche sogar direkt unter den Sternen.

Sonntag, 1. Semptember 2013

Schon früh am nächsten Morgen wurde das Frühstück eingenommen. Danach wurde unsere Reise im Car fortgesetzt. Unser nächster Halt war Schloss Chillon, wo wir eine interessante Führung genossen.

Die Dame, die uns Schloss Chillon und seine Vergangenheit näher brachte, kam etwas zu spät, was sie jedoch mit ihrem Witz und Charme wieder ausglich. Wir wurden durch die Kerker des Schlosses geführt und erfuhren von den berühmten Gefangenen und den Fluchtwegen über den See, wir lernten, wie Spanferkel schon zu früher Zeit automatisch gedreht wurden und wir wurden über den Sinn eines Zweierplumsklos zur Besprechung von wichtigen „Geschäften“ aufgeklärt.

Nach und vor unserem Besuch im Schloss war auch etwas Zeit, um die Füsse im Genfersee baumeln zu lassen oder ein paar Touristenfotos zu schiessen.

Schliesslich betraten wir den Dampfer „La Suisse“, welcher uns auf einer sonnigen Fahrt nach Lausanne brachte.

Dort wartete dann auch schon „Werni“ mit dem Car auf uns. Auf der Heimfahrt wurden Kartenspiele gespielt, geschwatzt oder vor friedlicher Erschöpfung geschlafen. Schlussendlich kamen wir um ca. 18:30 wieder im Friesenberg an. Hier ging unsere interessante und ereignisvolle Reise zu Ende und wir freuen uns schon auf die nächste.

Herzlichen Dank an unsere zwei Organisatoren Fredy Bont und Hans Pache.