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Reisebericht 2010

Reiseziel: Feldschlösschen, Europa-Park Rust
Datum: 4. und 5. September 2010
Organisation: Rolf Brunold und Conny Vonlanthen
Reiseleitung: Peter und Doris Kaufmann
Reisebericht: Silvia Pache
Fotos: Hans Pache
Zusatzinformationen: Reiseprogramm (PDF)
 

Bei schönem, sonnigen Wetter treffen alle gut gelaunt und pünktlich am Schulhaus Borrweg ein. Dort erwartet uns ein Bus vom Glottertal. Sofort kommt die Frage auf: „Glottertal, da waren wir doch schon?“

Nach der netten Begrüssung durch Peter und Doris, unsere Reiseleiter für die nächsten zwei Tage, gibt Peter das Reiseziel „Tessin“ bekannt. Uns ist sofort klar, ein Busfahrer vom Glottertal, der kennt sich in der Schweiz nicht aus. Wie vermutet verlässt er Zürich in die falsche Richtung.

Zu Beginn der Reise servieren uns Doris und Peter Kaffee und Gipfeli wie richtige Profis, was bei dem kurvigen Weg durch die Stadt Zürich nicht immer ganz einfach ist. Die gute Theaterfee Uschi hat uns kurz vor der Abfahrt mit einem Endspurt die Gipfeli frisch vom Beck besorgt.

Nach einer stündigen Busfahrt treffen wir in Rheinfelden ein. Der Busfahrer dreht ein paar extra Runden, wo er seine ganzen Fahrkünste unter Beweis stellen muss. Ist das ein Teil des Programms? Trotz der Extraeinlage wird uns das Ziel bald klar, es kann nur die Besichtigung des Feldschlösschens sein, was sich kurz darauf bestätigt.


Wir werden auf dem Feldschlösschenareal von einer netten Dame empfangen, die uns Kopfhörer verteilt, damit wir die Geschichte vom Feldschlösschen problemlos hören können. Wir werden durch verschiedene Produktionsstätten geführt und mit dem Herstellen von Bier vertraut gemacht. Zuletzt dürfen wir die ersten Herstellungsmaschinen bewundern, welche uns sehr beeindrucken. Damals kam die „gute alte Schweizerqualität“ voll zum Tragen, und nicht ohne Stolz erklärt Peter seiner Frau die technischen Gegebenheiten.

Details und wichtige Firmendaten könnt Ihr unter Feldschlösschen - eine Erfolgsgeschichte seit 1876 nachlesen.

Danach spazieren wir über die Feldschlösschenanlage zum Stall, wo uns Fredy das Pferd erwartet. Ein stattlicher Gaul, dem man ansieht, dass er zum Arbeiten und nicht als Reitpferd gehalten wird. Fredy wirkt zurückhaltend, ist aber auch anschmiegsam und arbeitswillig. Gute Umgangsformen und Einfühlungsvermögen zeichnen ihn aus. Er ist ein vorbildlicher Schloss-Stallbewohner, dem die Arbeit und die Menschen nie zu viel werden. Der Firma Feldschlösschen ist es nach wie vor wichtig, dass das Pferdefuhrwerk erhalten bleibt.

Die Führung endet mit einer Filmdokumentation, danach werden wir durch den Brauerei-eigenen „Fanshop“ geführt und zu einem Apèro eingeladen. Wir können sämtliche Biersorten probieren. Nicht Bierliebhaber werden mit Mineralwasser oder anderen Süssgetränken verwöhnt. Dazu gibt es ofenfrische Bretzeln, die hervorragend schmecken. Nur schade, dass wir kurz danach zum Mittagessen gehen. „Mama“ Doris, besorgt um das Wohle der Theatertruppe, packt alle restlichen Bretzeln ein, damit wir unterwegs noch was zum Futtern haben, man weiss ja nie!

Nach einem kurzen Marsch gelangen wir zur Gaststätte auf dem Firmengelände. Das Gebäude gehört der Feldschlösschen AG, das Restaurant wird verpachtet. Das Gasthaus ist sehr schön eingerichtet, alles in Weiss, mit vielen kleinen, süssen Nippsachen. All diese niedlichen Dekorationen laden zum Heiraten ein (schade, die Meisten haben diese Epoche schon hinter sich, ob sich unter solchen Umständen ein zweiter Versuch lohnt?). Wir werden mit einem ausreichenden Mittagessen verwöhnt.


Um 14.00 Uhr geht die Fahrt weiter ins „Tessin“ (natürlich immer noch in die falsche Richtung). Bald überqueren wir die Schweizergrenze und fahren auf der deutschen Autobahn Richtung Norden. Nun ist allen definitiv klar, das Endziel kann unter keinen Umständen das Tessin sein. Langsam kommen Gerüchte auf: „Schwarzwald, eventuell Europa-Park Rust oder was könnte es sonst noch sein?“ Nach ca. 1 1/2 Std. ist das Endziel bekannt, juhui wir fahren in den Europa-Park!



Peter informiert uns über das weitere Vorgehen. Zuerst wird im Hotel Colosseo eingecheckt, danach gibt es eine kurze Verschnaufpause, die alle nutzen können wie ihnen beliebt. Nächster Treffpunkt ist um 18.00 Uhr in der Hotellobby, im gegenüber liegenden Hotel El Andaluz. Um 18.00 Uhr geht es mit dem Extrazug in den Europa-Park, beim Haupteingang verlassen wir den Extrazug und begeben uns ins Ritterschloss. Zuerst wird noch ein Gruppenfoto geschossen, danach beginnt das abenteuerliche Abendessen mit Händewaschen und einem Aperitifschnaps.



Wir werden in die Gepflogenheiten des Rittermahls eingeweiht, d.h. gegessen wird nur mit den Händen, sei es Salat, Fleisch oder gar Rotkraut. Jahrelang wurden uns Tischmanieren eingetrichtert und jetzt sollen wir alles von Hand essen, dies ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Wir haben alle einen Riesenspass und es wird viel gelacht und gewitzelt. Die Mahlzeit wird vom Rittermeister begleitet, der uns immer wieder mit kleinen Einlagen verwöhnt. Er zeigt uns wie man eine Nudelsuppe mit den Händen isst etc., auch seine poetischen Einlagen sind ganz witzig. Zudem werden wir mit ritterlichen Klängen und Unterhaltungseinlagen unter Mitwirkung unserer eigenen Schauspielern unterhalten.



Nach dem Rittermahl nehmen wir den EP-Express in Richtung Hotel, die einen wollen sich noch an der Beachparty amüsieren, die anderen suchen die Bettruhe und einige genehmigen sich noch einen Schlummertrunk an der Hotelbar.



Der Sonntag startet mit einem ausgiebigen Frühstück, die zwei Lusmeitlis verteilen Süssigkeiten zur Tagesstärkung. Nach dem Auschecken und dem Verstauen des Gepäcks im Aufbewahrungsraum, bilden sich verschiede Interessensgruppen, die einen mögen es gemütlicher, die anderen lieben das Abenteuer und den Kick. Alle haben die Möglichkeit sich einer Gruppe anzuschliessen oder auf eigene Faust den Europa-Park zu erkunden. Der ganze Sonntag steht zur freien Verfügung, der nächste offizielle Treffpunkt ist um 17.00 Uhr beim „Busstop Colosseo“.

Doris und Peter nehmen sich der etwas gemütlicheren, reiferen und weniger kickorientierten Gruppe an. Sie führen uns mit viel Einsicht und Rücksichtnahme durch den Park. Wir besuchen die älteren Bahnen, die bei den Jungen nicht mehr so hoch im Kurs stehen. Dies hat der Vorteil, dass wir nie lange anstehen müssen. Wir beenden den Parkbesuch mit der Eisrevue-Show und dem „Ritt mit etwas Kick“ auf der Schweizer Bobbahn.

Um 17.00 Uhr treffen wir alle pünktlich an der Busabfahrtsstelle ein. Rundherum sieht man nur strahlende und zufriedene Gesichter. Mit etwas Verspätung trifft auch unser Busfahrer ein, das Gepäck wird verstaut und der Bus bestiegen. Nun geht es zurück nach Zürich. Doris und Peter verwöhnen uns ein letzes Mal mit Sandwichs, Bretzeln und Getränken. Pünktlich treffen wir in Zürich ein. Die Theaterreise 2010 ist Geschichte.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Doris und Peter für die liebvolle Begleitung, Uschi für die Besorgung der Gipfeli und Sonstiges sowie Conny und Rolf für die Idee und die Organisation der Reise und freuen uns auf den nächsten tollen TGF-Ausflug ins Blaue.

Silvia Pache

Fotos