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Jahresbericht der Präsidentin zuhanden der ordentlichen Generalversammlung vom 29. Mai 2015

Die Zeit vergeht und schon ist wieder eine Theatersaison zu Ende. Pflichtgemäss berichte ich Euch über die Ereignisse dieses Vereinsjahres.

Am 15. Juni 2014 fand schon zum Dritten Mal das „F wie Friesi“ statt. Die Theatergruppe wurde auch wieder angefragt, etwas zu diesem Fest beizutragen. In meiner Abwesenheit organisierten einige Spielerinnen und Spieler für die Friesikinder „Verkleidungen“ und ein Fotoshooting. Wie mir berichtet und auch bildlich festgehalten wurde, benutzten die Kinder und auch Erwachsene sehr rege unser Angebot. Ich bedanke mich herzlich bei meinen Kolleginnen und Kollegen für ihr grosses Engagement.

Am 6./7. September führte uns die Theaterreise nach Seefeld im Tirol. Organisiert wurde alles perfekt bis ins Detail von Katja Graf und Doris Kaufmann. Ich finde es war wieder ein sehr gelungenes und spannendes Wochenende, welches unsere aktive Crew für ihre grossartigen Leistungen rund um das Theater verdient hat. Ein ausführlicher Reisebericht findet ihr auf unserer Homepage, verfasst von Jörg Straube.

Am 19. September wurden Rolf und ich wiederum zum Kleinkaliberschiessen eingeladen. Rolf brillierte mit dem 1. Rang, ich möchte mich zu meinem Resultat nicht äussern.

Am 27. September begleiteten wir 13 Bewohner der Krankenstation, und ebenso vielen Helfer, in den Tierpark von Goldau. Nach einem kleinen Durstlöscher gingen wir auf die Erkundigungstour. Bei wunderbarem Wetter wurden die Rollstühle bergauf und bergab geschoben, Tiere gestreichelt, gefüttert und bestaunt. Bei meiner Patientin leuchteten die Augen, als ein Reh ihr aus der Hand frass. Tiere zaubern bei vielen Menschen ein Lächeln aufs das Gesicht. Im Anschluss an den Ausflug nahmen wir im Restaurant Leuen in Uitikon ein gemeinsames Abendessen ein. Müde, aber erlebnisreich, erreichten wir um 19.30 Uhr die Krankenstation. Wir glauben, dass wir für diese Menschen ein wenig Abwechslung in ihren Alltag gebracht haben. Die Dankeskarte liegt auf.

Am 19. Oktober organisierte Jeanine Kägi das Vorstandsessen. Eine vorgängige kleine Stadtführung zeigte uns die versteckten Sehenswürdigkeiten unserer schönen Stadt auf. Im Restaurant Adlisberg nahmen wir unser Abendessen ein.

Am 20. Oktober fand die Leseprobe statt und ab diesem Datum wurde wieder regelmässig am Montag und Mittwoch geprobt. Edi Huber nahm erneut die grosse Herausforderung an und inszenierte für uns „Drei Männer im Schnee“ vom Erich Kästner. Für die Theatergruppe war es eine Reprise. Im Jahr 1959 wurde dieses Stück unter dem Namen „Zäh Tag Gratisferie“ gespielt.

Am 14. November organisierten Anja und Reini unsere erste Movie-Night. So richtig kinomässig sassen wir in unseren Stühlen mit Popcorns in den Tüten und genossen eine alte Video-Aufnahme von unserem Stück „Zum Tüfel mit em Sex“. Mein Gott, wie waren wir damals noch jung und hübsch!

Am 16. November absolvierten unsere Spieler den obligaten Weiterbildungskurs, geleitet von Susanne Hug. Zwölf Aktive nahmen daran teil und profitierten sicherlich davon.

Im Januar wurde der 1. Akt in den Räumlichkeiten der Kirche Bühl gedreht und von Reini und Sandro zurechtgeschnitten und vertont. Dank dieser Idee, den 1. Akt als Film zu präsentieren, war es uns möglich, mit nur einem Bühnenbild dieses Stück zu spielen. Das Publikum fand den Vorspann sowie den Film vom Team Reini sehr gelungen.

Am 31. Januar wurde mit dem Bühnenbau begonnen. Ab diesem Zeitpunkt wurde von den fleissigen Schreinern, Bühnenbauern, Malern und Malerinnen, Tapeziererinnen, Innenarchitektinnen und Technikern emsig gearbeitet. Zwischendurch wurden noch das Mauerwerk der Bühne, sowie die Schubladen des Stauraums, neu gestrichen. Material und Einrichtungsgegenstände wurden von zu Hause hertransportiert, durchs Internet ersteigert oder irgendwo ausgelehnt. Die Garderoben haben wir teils aus dem Fundus des Opernhauses gemietet. Dieses Stück war in Sachen Garderoben und Ausstattung recht aufwändig, aber auch spannend.

Die alten Elemente der Bar-Theke mussten ersetzt werden, die vielen Besucher und das auf- und abbauen hinterliessen in all den Jahren ihre Spuren. Rolf gab seine Vision der neuen Bar einer Schreinerei in Auftrag und sie wurde kurz vor der Premiere geliefert. Wer sie noch nicht gesehen hat, hat etwas verpasst. Man kann sie auf verschiedene Arten zusammenbauen, braucht dazu keine Schrauben oder Nägel, sogenanntes Legosystem, einfach genial und erst noch mehrfarbig nutzbar. Ich glaube die Investition hat sich gelohnt. Unser Bar-Team mit Doris, Peter, Annelies und Frank, verzauberten den Raum in eine gemütliche Skihütte, passend zu unserem Stück.

Der Mitgliedervorverkauf startete am 12. Februar und wurde rege benutzt. Offiziell wurden die Leitungen am 16. Februar freigeschaltet. Der Vorverkauf lief sehr gut an, bald waren die Premiere, Vorderniere und Derniere ausverkauft und weitere Daten folgten. Das Reservationsprogramm von Reini funktionierte tadellos. Der erste Sonntag nach der Premiere, wir bieten neu 3 Sonntage an, hatte noch 34 Plätze frei, ansonsten waren alle 14 Aufführungen ausverkauft. Die Crew vom Profi Office hat sehr gute Arbeit geleistet. Wir spendierten ihnen einen Znüni. Die bestellten und nicht abgeholten Billette stellten wir in Rechnung, was zum Glück nur selten gemacht werden musste (7 Billette). Es ist immer ärgerlich, wenn Personen keine Plätze mehr buchen können, weil die Vorstellung ausverkauft ist und am Abend dann Billette zurückbleiben. Die Besucherzahl betrug 2967 Personen. Das Probewochenende wurde zum Fotografieren, Schminken, Garderoben anprobieren und zum Üben des Notfallszenarios genutzt.

Zur Hauptprobe luden wir Bewohner aller umliegenden Alters-, Pflegeheime und Wohngruppen ein. Gegen 50 Personen genossen den Abend und waren begeistert. Einige haben sich sogar schriftlich bedankt.

Die Derniere war der Höhepunkt in dieser Saison, nicht nur als letzte Aufführung, sondern auch als letzte Bühnen-Präsenz von unserem Edi. Er gab nach 20-jähriger Regiearbeit mit 88 Jahren altershalber den Rücktritt. Wir wollten mit einer Laudatio, vorgetragen von Rolf Brunold, uns gebührend von ihm verabschieden. Es wäre aber nicht Edi, wenn er ruhig auf seinem zugewiesenen Stuhl sitzengeblieben wäre und kommentarlos zugehört hätte. Aber ich denke der grosse Applaus und die Standing Ovation des Publikums werden ihm noch lange in guter Erinnerung sein. Mit seinen Lieblingsgetränken, Eistee, Cola und Whisky, sowie Schokolade plus einer riesigen VIP-Karte für lebenslangen Gratis-Eintritt zu unseren Aufführungen und GVs bedankten wir uns feierlich beim Huberli. Es war ein sehr emotionaler Abschied für uns alle. Wir wünschen Edi von Herzen gute Gesundheit.

Am 4. März verstarb Heini Dutler kurz vor seinem 80. Geburtstag. Er hat seit 2003 das Ressort Flugblattverteilung geleitet und jeweils über die ganzen Vorstellungen in unserem Restaurationsbetrieb mitgeholfen. Wir alle werden Heini in sehr guter Erinnerung behalten.

Auch dieses Jahr durfte ich wieder, nur mit einer Ausnahme, auf alle Ressortleiterinnen und Leiter vom Vorjahr zurückgreifen. Andrea Knecht, eine von unseren Visagistinnen, pausierte wegen Schwangerschaft. Luigi Pisacane von der Make-up-Schule Zürich übernahm mit seinem Team ihre Einsätze. Für den Restaurationsbetrieb an der Vorderniere engagierten wir zwei Vereine: Damen vom Turnverein Hedingen und Herren vom Rugbyclub aus Wohlen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten Rolf Hauser, die „Six in Harmony“ und Bobby.

Jetzt bleibt mir noch die Aufgabe mich bei unserem super mega arbeitsfreudigen Team zu bedanken. Alle haben ein sehr grosses Engagement gezeigt und unzählige Stunden Freizeit in unseren Verein investiert. Euch allen, es waren über 70 aktive Personen im Einsatz, ist es zu verdanken, dass unser Vereinsschiff auf dem Erfolgskurs fährt. Ihr habt einen riesen Applaus verdient. Ich hoffe, dass ihr alle Zeit findet um am Ausflug teilzunehmen. Danke euch allen!

Allen Verpflichtungen und Einladungen bin ich nachgegangen und habe die TGF vertreten. Der Vorstand hat seine Aufgaben mit 6 Sitzungen erledigt. Ich bedanke mich noch ganz herzlich bei meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen für die tatkräftige Unterstützung und sehr gute Zusammenarbeit.

Ich wünsche der TGF eine erfolgreiche neue Theatersaison und freue mich aufs neue Vereinsjahr.

Eure Präsidentin