Theatergruppe Friesenberg

FGZ, Dezember 1990
FGZ-Mitteilungsblatt 3-90, Seite 50 bis 55, Hanesch Auer

Szene

Eine Inszenierung wie jede andere?

War doch schon die Frage nach der Stückwahl etwas Besonderes. Was spielen wir? Natürlich ein Lustspiel oder einen Schwank! 12 Textbücher wurden von den Vorstandsmitgliedern studiert. Massgebend waren die Kriterien lustig, temporeich, Inhalt, Aufbau und welche Rollen auf die einzelnen Spieler übertragbar sind. Nach einigen Wochen Arbeit wurde der Entschluss gefasst, «Zum Tüfel mit em Sex» zu spielen.

Anfangs Mai die ersten Proben. Es war eine Freude, zu beobachten, mit welchem Elan die Spieler in ihre Rollen hineinwuchsen. Im Juli Unterbruch der Proben, da uns noch ein Gastspiel mit unserem Zweiakter «s’Gala Diner» bevorstand. Dann die Schreckensnachricht: Zwei der männlichen Darsteller mussten für je 4 Wochen Vater Staat dienen. Für die Regie ein fast unlösbares Problem. Daraufhin wurden die Arbeitswochenenden organisiert, von denen die Spieler meines Erachtens am meisten profitierten.

Das Bühnenbild, ein Sorgenkind unserer Theatergruppe, musste ohne Bühnenmeister in Angriff genommen werden. Zwangsläufig übernahm ich somit neben der Organisation auch den Bühnenbau. Am 25. September wurde mit dieser Arbeit begonnen. Bis zu den Aufführungen musste das Bühnenbild sechsmal abgebrochen und wieder erstellt werden. Aufgrund unseres Berichtes im letzten FGZ-Mitteilungsblatt meldete sich aber bald ein Genossenschafter, der bereit war, sich am Bühnenbild zu beteiligen – vielen Dank!

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Im Namen des Vorstandes der TGF möchte ich all denjenigen Personen ein herzliches Dankeschön aussprechen, die in irgendeiner Form für diese Inszenierung tätig waren. Ihr Einsatz war riesengross! Wir möchten uns daher noch dieses Jahr bei einem gemütlichen Beisammensein revanchieren – Näheres folgt.

Noch ein paar Worte zu den Aufführungen:

Die Premiere am 3. November war ein Abend der wohl jedem Spieler und Helfer immer in Erinnerung bleiben wird, jagte doch ein Höhepunkt den anderen, abgeschlossen mit einem Schlussapplaus des Publikums, der seinesgleichen nicht wieder findet.

Ein weiterer Höhepunkt war sicher auch der Mittwoch, 14. November, konnten wir doch vier Aktivmitglieder durch die Präsidentin des ZSV auf eigener Bühne ehren lassen. Für ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit bei der TGF wurden ihnen der Veteranenausweis sowie die goldene Anstecknadel überreicht. Liebes Rösli Bont, Marteli Schmid, lieber Hans Bont und Walter Schmid, im Namen des Vorstandes möchte ich Euch ein grosses Dankeschön aussprechen für die Arbeit, die ihr immer wieder für die TGF geleistet habt. Wir hoffen, dass ihr uns noch lange tatkräftig unterstützen werdet.

Ein weiterer Dank geht an die Crew der FGZ; die Zusammenarbeit mit Euch war ein wirkliches Vergnügen. Auch den Kindern, welche unsere Zirkulare verteilten – vielen Dank!

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Zuletzt, aber nicht weniger herzlich, möchten wir Herrn Tschumi vom Restaurant Schweighof danken für sein Verständnis und Entgegenkommen, konnten wir doch den Service und den Getränkeverkauf nach eigenem Ermessen gestalten, was sicher auch zu unserer gelungenen Inszenierung beitrug.

«Unserem» Publikum wünschen wir auf diesem Weg schöne Festtage und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Theatergruppe Friesenberg
Organisation: Hanesch Auer

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